Jahresrückblick 2024 und klare Forderungen für 2025 – Für ein fahrradfreundliches Steglitz-Zehlendorf

Steglitz-Zehlendorf, 13. März 2025 – Das Jahr 2024 brachte kleine Fortschritte im Radwegenetz, zeigte aber zugleich, dass noch viel Arbeit vor uns liegt. Am Eichgarten wurde ein 214 Meter langer, getrennter Geh- und Radweg realisiert, der bereits für mehr Sicherheit sorgt. Auch auf dem Königsweg – einem wichtigen Verbindungspunkt unter den Bahngleisen der S1 – wurden 173 Meter Asphaltierung und die Einrichtung einer Fahrradstraße umgesetzt, was den Fahrkomfort und damit die Attraktivität der Radnutzung deutlich verbessert. 

Ein besonderes Highlight waren die monatlichen Demos für die Umsetzung der geplanten Radfahrstreifen auf der Thielallee, mit denen wir endlich Erfolg hatten. Im Sommer 2025 sollen die Bauarbeiten beginnen. Ein großes Dankeschön gilt allen, die mit uns demonstriert haben, und den bezirklichen Politiker*innen, die sich für den Radweg eingesetzt haben!

Dennoch bleibt der Ausbau der Radinfrastruktur insgesamt hinter den Vorgaben des Mobilitätsgesetzes und auch den Erwartungen zurück. Auffällig ist, dass der Bezirk in den Nebenstraßen bislang zu wenig für den Ausbau des Radnetzes unternommen hat – hier besteht Nachholbedarf! Fahrradstraßen bieten viele Vorteile, wie Verkehrsberuhigung und mehr Verkehrssicherheit, und ermöglichen Anlieger*innen weiterhin, ihre Fahrziele auch mit dem Auto zu erreichen. 

Gleichzeitig fordern wir von der Senatsverwaltung, dass die seit 2022 fertig geplante und angeordnete Radverkehrsanlage auf der Filandastraße/Neue Filandastraße endlich umgesetzt wird, wenn dort im Sommer Sanierungsarbeiten an der Fahrbahn stattfinden. Die wichtige Nord-Süd-Verbindung schließt direkt an die Radfahrstreifen auf der Albrechtstraße an.

Auch an einer der vom Radverkehr am stärksten befahrenen Routen in Steglitz-Zehlendorf, der Schorlemerallee, müssen endlich Radfahrstreifen eingerichtet werden. Mit 1700 bis 1980 Radfahrenden in der Zählung der Senatsverwaltung in 12 Stunden würden hier sicherlich mehr Menschen von der Verkehrssicherheit profitieren als von den vielen Parkplätzen für dauerhaft abgestellte Fahrzeuge. Ist die Verkehrssicherheit unwichtiger als kostenlose Abstellflächen für Wohnmobile und Anhänger?

Nächstes Jahr wollen wir auf neuen Fahrradstraßen und zwei neuen Radfahrstreifen radeln. Für dieses Ziel werden wir auch dieses Jahr wieder arbeiten und mit Demos auf die Straße gehen!


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